Der Asteroid Baucis

Ein für mich wichtiger Asteroid wenn es um Seelenliebe geht, ist Baucis.

Wie so viele Asteroiden haben die Namensgeber der Asteroiden auch eine Geschichte.

Baucis führte sein Leben lang eine Partnerschaft mit Philemon.

Es gibt eine sehr schöne Überlieferung zu den beiden.

Die beiden gingen eine Methamorphose ein.

In einem Dorfe voll wohlhabender Einwohner, so berichtet die Mythologie, lebte ein armes, aber zufriedenes und durch Eintracht und Liebe glückliches Ehepaar, Philemon und Baucis.

Zu jenem Dorf wandelten einst in Menschengestalt Zeus und Hermes, wie es bisweilen die  Götter beliebten zu tun, um die Menschen zu erproben.

Die Götter klopften an alle Türen, und baten darum, für eine Nacht Unterkunft zu bekommen.

Niemand öffnete den Göttern seine Tür.

Nur Baucis und Philemon, die ärmsten Personen des Ortes, baten die Fremden herein und gaben von dem Wenigen das Sie hatten, den Gästen an.

Erfreut und dankbar segneten die Götter das karge Mahl. Während der Mahlzeit füllte sich der Weinkrug von selbst immer wieder auf.

Hier wurde dem Ehepaar nun klar, dass Sie Götter zu Gast hatten und sie beteten für diese.

Einer der Götter zeigte nun seinen Unmut über die Abweisung in den anderen Häusern, aber auch seine Dankbarkeit, für die selbstverständliche Aufnahme und Mahlzeit bei dem armen Ehepaar.

Er führte die alternden Gatten auf einen Hügel, von dem sie sahen, wie schwellende Wasserfluten sich über den Ort wälzten und alle Bewohner mit sich rissen.

Einzig die Hütte des gasfreundlichen Ehepaares blieb erhalten und erwuchs zu einem säulengetragenen Göttertempel.

Das Einzige was Philemon und Baucis von den Göttern erbaten war, dass sie beide in in der Zukunft den Göttern dienen und am Ende vereint sterben dürfen.

Es wurde ihnen von den Göttern gewährt.

Lange Jahre lebten die beiden als treue und gläubige Hüter des Tempels und blieben den Göttern, bis ins hohe Alter hinein treu.

Keiner von beiden musste sehen, wie der andere starb, denn sie wurden, als die Zeit kam um die Sphären zu wechseln, beide zu kräftigen und gesunden Bäumen.

Philemon wandelte sich zu einer Eiche und Baucis erwuchs zu einer wundervollen Linde.

Sie verwandelten und verwurzelten sich vor dem Tempeleingang, und zwar so, dass beide beieinanderstanden und die Zweige sich umarmten.

Sie zeugten diese beiden Bäume noch sehr lange von der Liebe der beiden.

Wer achtsam hörte, konnte das Flüstern der Götter, im Rauschen der Blätter vernehmen. Die Götter Liesen so noch immer Ihre Dankbarkeit für die beiden Ertönen.

Die Methamorphose der beiden Liebenden spiegelt wundervoll die Energie von Seelenpartnern wieder.

Ich hoffe, dass ich diese Geschichte korrekt wiedergegeben habe.

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