Aktiv werden … raus aus dem Jammertal!

Aktiv werden … raus aus dem Jammertal!

Wie sollst Du das anfangen fragst Du dich, wenn Du doch immer nur in Situationen kommst, in denen Du dich wertlos fühlst, Du glaubst, nichts zu können, nichts wert zu sein, oder keinen Schritt vorwärtszukommen.

Nun, wenn dich mal wieder der Jammer überkommt, dann lauf nicht weg um eine Beschäftigung zu suchen, die dich ablenkt, auf andere Gedanken bringt oder dich einfach nur betäubt.

Auf diese Weise lenkst Du dich kurzfristig ab, schiebst aber die eigentliche Problematik in die nahe Zukunft. Diese Problematik wartet dann aber nur darauf, bis Du ins nächste Jammertief fällst.

Ein ewiger Kreislauf, der an deiner Unzufriedenheit nichts ändern wird, sondern dich immer tiefer in die Selbstzweifel und Selbstsabotage drängt.

Genau dann, wenn dich der Jammer wieder überkommt, wenn dich die Selbstzweifel überfallen und Du dich selbst mit Worten oder Gedanken „Ich kann nichts, ich bin nichts, ich tauge zu nichts“ selbst in dieses Jammern hineinziehst, genau dann ist er richtige Zeitpunkt, Veränderungen in dein Leben zu bringen.

Gerade das sind die Momente, wo du dein Leben sehr wohl auf die Reihe bekommen kannst, weil dir diese Momente zeigen, was dir fehlt, und wohin du wechseln könntest. Dann aber abhauen und sich irgendwie ablenken, verschiebt es nur bis zur nächsten Jammer-Attacke.

In so einem Moment hinsetzen, aufschreiben was angeblich nicht funktioniert, wo es hackt, was dich so stört und von dort aus kannst dann überlegen was du ändern kannst.

Mutig und vielleicht richtiger wäre es, in genau der Situation zu bleiben, die Ablenkungstaktiken, wie z.B. Sport machen, Hausarbeit erledigen, Shoppen gehen, telefonieren und bei Freunden weiterjammern zu vermeiden und sich aktiv, mit der Situation zu befassen.

Wie? Indem Du wie schon erwähnst einen Stift und ein paar Blätter Papier nimmst, und dir notierst jeweils auf einem Blatt Papier in der Mitte, was es ist, was gerade in dir vor sich geht. Was stört dich, wo denkst Du, bist Du nicht gut genug, was meinst Du verhindert, dass Du vorwärtskommst, was berechtigt dich zu der Aussage, selbst nichts wert zu sein usw. Alles was dir an Themen einfällt, schreibst du mittig auf ein extra Blatt Papier.

Nun gehst Du all diese Gedanken durch, nimm dir Zeit genug für jedes Thema. Schreibe drumherum, was Dir dazu einfällt, wieso Du so denkst, was Du ändern kannst, um es in eine positive Richtung zu lenken, wo Du anfangen kannst Wandel hineinzubringen usw.

Du kannst dies ganz individuell für dich zusammenfassen.

Besonderen Augenmerk legst Du auf Aussagen, wie „Ich bin nichts wert“ oder „Ich kann sowieso nichts“.

Hier schreibst Du überall dazu, wie Du zu dieser Annahme kommst, wer dir dies zum ersten Mal sagte, und wieso Du es für dich persönlich übernommen hast.

Und dann schreibe intuitiv auf, was Du alles kannst, was Du alles schon geleistet hast in deinem Leben.

Besonderen Augenmerk legst Du auf eventuelle Lösungen und zukünftige Aktivitäten dahingehend.

Zum Beispiel, Du denkst, für eine bestimmte Aufgabe wärst Du nicht gut genug. Dann frage dich, wieso du denkst, dass es so ist. Schreibe alles auf, was dir dazu einfällt. Dann überlegst Du, wieso Du vielleicht doch sehr gut fähig dazu sein könntest, und schreibst es den negativen Aussagen gegenüber.

Dann was Du tun könntest, um besser zu werden usw. usw. usw.

Plane, entwerfe und bastle mit Worten, Gedanken und Visionen an deinem „Problem“. Und dann werde richtig aktiv und gehe all dies, was Du dir aufgeschrieben hast an.

Es ist egal ob Du dies hundertprozentig gut machst, oder nur teilweise. Aber Du hast es versucht und wirst über dich selbst erstaunt sein. Was hast Du zu verlieren, wenn Du dich heranwagst und etwas änderst?

Du wirst sehen, dass alleine schon die aktive Beschäftigung mit all dem über das Du jammerst, eine Veränderung in dir bewirkt.

Und sehr wahrscheinlich wirst Du dabei mit der Zeit auch erkennen, wo Du wirklich hinwillst, wer Du wirklich bist und wo deine Visionen und Träume wirklich hinwollen. Und besonders, was Du wirklich zum Leisten in der Lage bist.

Auf diese Weise beschäftigst Du dich mit diesen „Zuständen“, wirst zum Akteur deines Lebens und nicht zum Dulder, sondern findest die für dich individuellen Lösungen. Dies wahrscheinlich nicht sofort, aber mit der Zeit trainierst Du dich drauf, deine Jammer-Attacken anders zu sehen und anders mit ihnen umzugehen. Du kommst von der Passivität in die Aktivität und fängst an, dein Leben selbst zu gestalten.

Und Du zeigst jenen, die dir einmal sagten, Du kannst das nicht, Du bist nichts wert, Du bekommst nichts geregelt, dass Du sehr wohl in der Lage bist, für dich und dein Leben zu denken, zu kämpfen und es zu deinen Bedingungen zu ändern.

Aber besonders zeigst Du DIR selbst, zu was Du alles fähig bist. Und das Tal des Jammerns wird für dich zu einer fernen Erinnerung werden.

© Erika Flickinger

 

 

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