Pluto im neunten Haus des Partners

Hier darf gelernt werden, dass die Werte, welche man in früheren Inkarnationen festlegte, überholt sind und einer Erneuerung bedürfen.

Aber auch dies, was man über den anderen zu wissen, oder zu fühlen glaubt, sollte hinterfragt werden, da es sich hier zu einem großen Teil eben um Erfahrungswerte früherer gemeinsamer Leben handelt.

In dieser Inkarnation nun, sucht man, wenn auch unbewusst, nach Antworten, nach Bedeutungen und nach der Intention dessen, was zwischen beiden gelernt werden soll/kann.

Pluto im neunten Haus bedeutet aber auch, dass man nun in dieser Inkarnation, die Gründe und Lernaufgaben, die zwischen beiden bestehen oder bestanden, erkennen und verinnerlichen darf.

Hier kann man die tiefe Weisheit erkennen,

Es kann aber auch aussagen, dass man nun, in dieser Inkarnation getrennter Wege gehen kann oder soll. Dass Ende eines uralten Kreislaufes darf eingeläutet werden. Man ist nun soweit, zu verstehen, dass einem eine tiefe Liebe verbindet, diese aber nicht unbedingt in einer Partnerschaft gelebt werden muss.

Bestehen allerdings viele Spannungsaspekte zu Pluto im neunten Haus, so sagt dies aus, dass derjenige, dessen Pluto hiervon betroffen ist, nicht verstehen will, dass man keine Beziehung leben soll. Dass er trotz all der Erfahrungen, in all den gemeinsamen Inkarnationen, die eigentlich zu einer Trennung hinführen sollten, festhält, klammert, den anderen nicht gehen lässt. Hier kann dann, wenn noch andere Verbindungen im Radix dafür sprechen eindeutige Stalking vermutet werden.

Pluto in diesem Haus zeigt auch an, dass man frühere gemeinsame Existenzen in fernen Ländern gelebt hatte.

Afrika, Bulgarien, Äquator, Malaysia, Japan, England, Korea, Tasmanien aber auch Judäa zählen unter anderem zu den Ländern, die von Pluto vertreten werden.

Aber, da wo Pluto im Horoskop auftaucht, da zeigt er auch Kampf an, inneren und äußeren Kampf.

Pluto in diesem Haus könnte auch anzeigen, dass man den anderen unbedingt missionieren will, ihm die eigenen Überzeugungen aufdrängen möchte, und dies sehr oft zu Unstimmigkeiten und Auseinandersetzungen führen wird. Man möchte eine alte Rolle, aus früheren Inkarnationen nun fortführen, weil man auch damals schon dem anderen seine Meinungen und Absichten aufzwang.

In dieser Inkarnation nun, soll aber der andere lernen, sich und seine eigenen Ansichten und Überzeugungen zu verteidigen und diese nicht aus Liebe aufzugeben und damit auch wieder sich selbst zu verlieren.

Eine der Lernaufgaben wird es hier sein, zu erkennen, das verschiedene Ansichten sehr wohl nebeneinander bestehen oder sich sogar ergänzen können.

Derjenige, dessen Pluto im neunten Haus des anderen steht, darf lernen, dass er auch wertvoll ist, wenn er der Meinung des anderen zustimmt, dass er nicht unbedingt auf seinen Werten bestehen muss, um etwas darzustellen.

Und derjenige sollte der Möglichkeit Beachtung schenken, dass vielleicht gerade die Meinungen, Lebensweisen oder Ansichten des anderen, ihm selbst die Türe öffnen können, zu Fragen, die ihn schon seit mehreren Existenzen begleiten.

Pluto hat hier sogar die Verpflichtung, seine eigenen Konzepte soweit zu hinterfragen, dass er selbst erkennen kann, dass er durch Loslassen seiner starren Konzepte erst in eine innere (Ver)Wandlung gehen kann und dass gerade der andere ihm dabei eine große Stütze sein kann.

Gerade in dieser Stellung bietet Pluto ein unwahrscheinliches Potential zum Wachstum, sofern man die Herausforderung annimmt, auch die Lebensweisheiten des anderen als wertvoll zu erkennen. Zu sehen, dass ihm der andere, sehr wesentliche Erklärungen, oder eine enorme Horizonterweiterung bietet, und zuzulassen, dass man hier neue und für sich selbst wertvolle Wege finden kann, ist hier eine der schwierigsten Aufgaben dieser Pluto-Stellung.

Bei gespannter Pluto-Stellung kann man davon ausgehen, dass Pluto in früheren Leben, den anderen mit seiner Autorität unterdrückt hat und dessen Ansichten und Meinungen keinerlei Bedeutung beimaß, sondern permanent versuchte, diese durch seine eignen zu ersetzen.

Es galt nur, seine Autorität, sein Ansehen, seine Meinung. Es wurde getan, was Pluto wollte. Er war der Besserwisser und Dogmatiker in der Beziehung schlechthin.

Im Grunde war man gefangen, in seiner eigenen starren Meinung über sich selbst und die Welt, und legte sich somit selbst in Fesseln, die man Leben um Leben mit sich trägt, und welche nur schwer zu lösen sind. Und doch ist diese eine der dringlichsten Lektionen von Pluto im neunten Haus. Sich selbst und seine uralten Traditionen, Dogmen und Glaubensvorstellung zu erneuern und sich dadurch aus einer daraus resultierenden und selbstgewählten Einsamkeit zu befreien.

Ist Mars bei dieser Stellung beteiligt, so dürfte es Leben gegeben haben, in denen Krieg eine wichtige Rolle spielte. Mit Neptun, Jupiter, Schütze oder Fischen im Gepäck, ging es sehr wahrscheinlich auch um Glaubenskriege oder sogenannte heilige Kriege und jene, die im Namen einer Gottheit geführt wurden.

© Erika Flickinger


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