Pluto im ersten Haus der Partners

Pluto im ersten Haus des Partners

Hier lebt eine gewisse Magie zwischen beiden. Viele uralte Erinnerungen kommen gefühlt wieder an die Oberfläche, positive genauso wie die negativen und schmerzlichen.

Das Thema Macht über sich oder den anderen ist hier der Schwerpunkt überhaupt.

Bei dieser Stellung wirkt derjenige, dessen Pluto im ersten Haus des anderen steht, oftmals wie ferngesteuert und reagiert offensichtlich sehr irrational.

Die von Pluto gespeicherten Informationen sind sehr machtvoll, und brauchen manchmal nur ein Wort oder eine Geste des Gegenübers, um Wunden aus früheren Leben aufbrechen zu lassen.

Daraufhin reagiert derjenige der des anderen Pluto im ersten Haus hat, impulsiv und manchmal auch aggressiv, da er spürt, hier gab es einmal Situationen, in denen mir vom anderen Gefahr drohte. Ich muss mich zurückziehen, wenn ich mich schützen will, oder ich muss zum Frontalangriff übergehen und selbst verletzen, bevor ich wieder einmal verletzt werde.

Der andere übte früher eine starke und manchmal auch vernichtende Macht über mich aus, ich muss in diesem Leben meine eigene Macht benutzen, um mich vor ihm/ihr zu schützen.

Derjenige dessen Pluto im ersten Haus des anderen steht, fühlt sich jedoch den Gefühlen des anderen gegenüber machtlos ausgeliefert, fühlt uralte Schmerzen und Enttäuschungen, aber auch die vergeblichen Versuche, den anderen unter der eigenen Macht zu zerbrechen, die im jetzigen Leben meist jeder Grundlage entbehren. Die Gefahr besteht hier allerdings darin, dass man nicht erkennt, dass man früher selbst seine Macht über den anderen ausübte und vielleicht auch genoss.

Allerdings kommt es hier besonders auf das ganze gemeinsame Horoskop an, um zu erkennen, ob das Gegenüber in diesem Leben ausgleichen will, ob dies in der Richtung Vergebung oder Vergeltung abläuft, oder ob er/sie in die gleiche Rolle von früher verfällt.

Dies lässt sich nur mit einer gründlichen Analyse des gesamten Horoskopes erkennen.

Pluto im ersten Haus fordert dazu auf, die plötzlichen Gefühle von Angst, Panik, Trauer, dem Wunsch anzugreifen oder zu flüchten, genau auf den Grund zu gehen. Es fordert die Selbsterforschung und den Blick ins Jetzt und Hier. Aber er fordert auch dazu auf, zu erforschen, ob die Liebe wirklich so übermäßig ist, oder ob man hier nur eine Seele getroffen hat, mit der einem einmal viel verband.

Derjenige aber, der den Pluto des anderen, in seinem ersten Haus stehen hat, darf lernen, dem anderen gegenüber seine eigenen Interessen und Wünsche zu vertreten, klarzumachen, ich fühle so oder so und ich wünsche mir, dass auch meine Bedürfnisse be- und geachtet werden.

“Ich bin nicht nur in deinem Leben, um dir zu dienen, sondern ich möchte der Liebe und/oder der Heilung zwischen uns beiden dienen, auch wenn dies bedeutet, dass ich mich, um mich selbst zu heilen, von dir distanzieren muss.

Ich bin nicht nur auf dich getroffen, um all dies, was Du meinst, mir zurückgeben zu müssen, wortlos hinzunehmen. Ich bin hier, um einen Ausgleich zu früher zu schaffen, aber auch, um meine Liebe zu dir zu leben.

Ich muss deine Rückzüge, die mit dem heute nichts mehr zu tun haben, nicht unterstützen, indem ich dich immer wieder mit offenen Armen empfange, nur um bei jeder kleinen Geste, welche DU missverstehst, wieder verlassen zu werden”.

Pluto im ersten Haus des Partners, trägt die Chance für beide, auf Heilung uralter Wunden in sich, sofern man reif genug ist, zu erkennen, dass hier viel unbewusste Reaktionen am Wirken sind.

Wenn beide verstehen, dass der andere von seinen Erinnerungen gelenkt wird, kann man beginnen, sich in diesem Leben wiederkennenzulernen und kann auch die „neuen“ Eigenschaften und die über viele Leben erworbene Reife des anderen respektieren und kann sich die Chance geben, diese Liebe nun entweder in Frieden zu leben oder sich friedlich zu trennen, um diesen uralten Kreislauf zu durchbrechen.

Erkennt man diese Krisen, welche Pluto in dieser Konstellation mit sich bringt, als Möglichkeit des Wachstums und zum Erlangen seelischer Reife, so kann hier eine sehr tiefe Verbindung eingegangen werden.

Reagiert man allerdings nur, ohne zu hinterfragen, ob die Gefühle momentan überhaupt mit der Realität zu tun haben, so wird man an die letzte gemeinsame Inkarnation anknüpfen und wieder in die gemeinsame Kampfarena einziehen um die Verletzungen von Einst, heute dem anderen zuzufügen.

Vergebung und Heilung sind hier die Schlüsselworte, jedoch kann man diese nur leben, wenn man bereit ist, die Lektionen der Reife, welche einem Pluto über Jahrhunderte hinweg lehren wollte, nun auch anzunehmen.

Die Gefahr bei dieser Stellung besteht darin, dass derjenige dessen Pluto im ersten Haus des anderen steht, unbewusst in einer früheren Position der Machtausübung zurückfällt und nun wiederholt versucht, den anderen anhand der Ausübung von Macht, wieder zu manipulieren, um ihn/sie da hinzulenken, wo man ihn haben möchte. Pluto verweigert die anstehende gemeinsame Lektion und schlüpft einfach wieder in die Rolle früherer Existenzen, in dem Gefühl, völlig im Recht zu sein, und über den anderen bestimmen zu können.

Hier nun ist es die Aufgabe des anderen, sich aus dieser ungesunden Position herauszunehmen und wieder seiner eigenen Wege zu gehen, um sich aus diesem veralteten Kreislauf von Macht und Ohnmacht zu entfernen und diesen so aufzulösen.

Das Geschenk, welches Pluto hier überreichen möchte, ist Vergebung aller alten Wunden, die Heilung von Narben und ein enormer seelischer Entwicklungsschritt für beide. Aber auch die Chance, eine sehr alte Liebe nun endlich genießen und leben zu können, indem man sich gegenseitig Halt gibt und Macht in Beistand und Unterstützung verwandelt. Die so gewonnen freien Machtreserven von beiden können nun in gemeinsame Projekte fließen, die ihnen und der Umwelt dienen dürfen.

Inwiefern die unterschiedlichen Entsprechungen von Pluto im Haus Eins auftreten hängt davon ab, ob Pluto hier positiv oder negativ aspektiert ist.

© Erika Flickinger

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