Asteroid Medea in der Seelenpartnerastrologie

Ihn beachte ich in Horoskopen besonders, wenn es um eine Seelenliebe geht, in der es einen eher negativen Verlauf gibt, oder sich einer von beiden zurückzieht, weil er sich bedrängt, mitunter sogar gestalkt fühlt.

Medea ist einer der Asteroiden, die gerne da im Horoskop wirken, wo Liebe erzwungen werden soll, dies auch, wenn keine Gegenliebe vorhanden ist.

Oder aber, man vertreibt sich durch das eigene Verhalten einen Liebespartner.

Aber Medea erscheint auch in Partnerhoroskopen, in denen einer unterdrückt, gestalkt oder kontrolliert und/oder bevormundet wird.

Wenn Medea in einem Horoskop spannungsreiche Verbindungen aufweist, zu den Gefühlsplaneten, aber auch zu Jupiter und Pluto, ist dies meist ein Anzeichen dafür, dass der *1Horoskopeigner klammert, etwas erzwingen möchte, glaubt nur er/sie wisse, wie die Beziehung laufen müsste, den anderen genau beobachtet, verfolgt und analysiert, mitunter kommt hier, je nach den anderen Aspekten die Medea bildet, auch Stalking in Betracht.

Ein Horoskopeigner mit Medea an prägnanter Stelle, wacht eifersüchtig und manchmal auch besitzergreifend über die Person, die er begehrt und vermeintlich liebt.

Nur lässt Liebe sich nicht lenken. Und genau hier liegt oft die hauptsächliche Aufgabe, auf die Medea aufmerksam machen möchte. Man soll achtsam sein, dass man nicht besitzergreifend, eifersüchtig, herrschsüchtig, kränkend, zerstörend oder kontrollierend agiert. Man darf hier hinwachsen zu Eigenschaften, wie liebevoll, empathisch, treu, vertrauend, dem anderen auch Freiheit lassend, ihn unterstützten, aber auch Geduld und Vertrauen, dass alles kommt, wie es sein soll.

Oder aber man darf lernen, dass man einen solchen Partner haben darf.

Meine Erfahrung ist, dass besonders besitzergreifende Menschen, diesen Asteroiden in Verbindung zu Gefühlsplaneten oder in Gefühlshäusern stehen haben.

Steht Medea in Spannung zu Juno verrennt man sich hier sehr schnell in alle möglichen Glaubensrichtungen, die Seelenliebe betreffend. Man will dem anderen etwas aufzwingen, was nicht gut ist für diesen, nicht gut ist für beide und für die Gefühle, die zwischen beiden Fließen. Dies weil man meint, die Beziehung lenken zu müssen, weil die Geduld fehlt, der Liebe ihren natürlichen Verlauf zu lassen.

Wer Medea spannungsreich, in prägnanter Stelle im Horoskop hat, will nicht erkennen, dass Liebe nur dahin fließt, wo sie frei sein darf.

Medea kommt aber auch oft in Seelenpartnerhoroskopen vor, wo einer von beiden noch einiges zu verinnerlichen hat, bevor diese Liebe gelebt werden kann.

Lernaufgaben, die hauptsächlich den Charakter, die Geduld, das Einfühlungsvermögen in den anderen, fehlen, haben Medea oft spannungsreich stehen.

In Partnerhoroskopen, wo einer sich offensichtlich zurückzieht, gibt Medea meist Auskunft darüber, wieso dies so ist und was den anderen stört, oder was eine der Hauptaufgaben zwischen beiden ist, die erst erkannt werden sollte.

Medea bedeutet da, wo er auftaucht, Arbeit an sich selbst, an seinem Verhalten innerhalb von Beziehungen, und er weist daraufhin, dass man auf die eigene Empathiefähigkeit schauen sollte.

Medea kann leicht oder auch stärkere narzisstische Züge, bei einem von beiden aufzeigen, aber manchmal auch die Neigung, des einen, sich unbewusst einen narzisstischen Partner zu wählen.

Dieser Asteroid kann aufzeigen, wo Heilung gelebt werden darf, er macht aufmerksam, auf die eigenen Schattenseiten in der Liebe und wird dadurch zum Lichtbringer.

Seine dunkle Seite jedoch kann zu leidenschaftlich und auch rasend eifersüchtig sein, dies besonders, wenn er in Verbindung mit den Gefühlsplaneten steht.

Medea kann in Verbindung mit Venus, wenn diese auf irgendeine Weise Skorpion betont im Horoskop steht (Venus im Skorpion, Venus im Haus acht, Venus in Verbindung mit Pluto, aber auch mit Mars, als Mitherrscher des Skorpions, dem Herrscher des zwölften und/oder achten Hauses), zum Liebeswahn führen. Man sieht nur noch den anderen, blendet alles andere aus, man will diesen Menschen haben und kann dann äußerst besitzergreifend, übergriffig und beherrschend werden. Aber, wenn sich der andere zurückzieht, kann auch ein tiefes Gefühl der Rache aufleben. Hier kann es zu einem selbstzerstörenden- oder den anderen zerstören wollenden Verhalten kommen, welches demjenigen, der Medea in einer solchen Verbindung hat, überhaupt nicht bewusst ist.

Wer von beiden sich so verhält, muss natürlich das entsprechende Partnerhoroskop zeigen.

Medea hat eine starke dunkle Seite, die extrem besitzergreifend, bevormundend, krankhaft und/oder übermäßig eifersüchtig- und auch rachsüchtig sein kann. Aber gerade diese dunkle Seite ist es, die Heilung bringen kann und wachsen und reifen lässt, sofern man bereit ist, dass eigene Verhalten kritisch und auch neutral zu betrachten, und somit auch eigenes Fehlverhalten zu erkennen, oder die Neigung zu erkennen, sich ebensolche Partner zu wählen, um zu lernen, dass man hier gehen darf und nicht dulden muss. Somit darf dann der andere die eben genannten Eigenschaft bei sich selbst korrigieren.

Innerhalb positiver Verbindungen zeigt Medea seine lichtvolle Seite und verhilft innerhalb einer Partnerschaft zu tiefer Liebe, zu Treue und gegenseitigem Beistehen und helfen, aber auch auf eine Ausgewogenheit zwischen Geben und Nehmen. Eifersucht, Rachsucht, Bevormundungen habenhier keinen Raum.

Man fördert und baut sich gegenseitig auf, geht durch dick und dünn miteinander und steht nicht nur hinter dem anderen, sondern auch an seiner Seite und bei Bedarf auch schützend vor ihm.

© Erika Flickinger

Gemälde Medea von – John William Waterhouse

 

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