Die Zigeunerkarten

Die Zigeunerkarten

Den Ursprung dieser Karten kann man nicht genau sagen.

Die Zigeuner hatten früher keine einheitlich gedruckten Karten, sondern jeder zeichnete sich seine Karten selbst.

Jedes dieser Kartendecks enthielt eine eigene Weisheit, eine eigene Sicht des Lebens und seine eigenen Schwingungen.

Oftmals bestanden diese Karten früher einfach aus aufgemalten Symbolen und Sprüchen und wurden von der jeweiligen Familie selbst gezeichnet und beschriftet.

Die Bedeutungen und der Umgang, der jeweiligen Karten wurde innerhalb des Familienverbandes wie ein Geheimnis gewahrt und wurde Fremden nicht weitergegeben.

Das Wissen zu den einzelnen Karten wurde so über Generationen hinweg weitergegeben.

Darüber habe ich in einem früheren Artikel schon geschrieben.

Es ist also nicht verwunderlich, dass es in früheren Zeiten, nicht wie heute, bestimmte allgemein gültigen Karten gab.

Ich denke, genau deshalb hatte jedes dieser Werke auch eine ganz besondere Energie, die den Karten heute fehlt.

Was meines Erachtens den heutigen Decks fehlt, ist dieses spezielle Wissen, welches man sich nur mit der Liebe zum Kartenlegen aneignen kann, oder dass nur denen zugänglich war, welche die Karten, den Umgang damit oder eben die Bedeutungen, die ausgewählt wurden, die es von einer/m erfahrenen/m Wahrsager übermittelt bekam.

Die heutigen Zigeunerkarten haben nun einheitliche Aussagen bekommen und sind recht verbreitet. Sie kommen allerdings nicht an die Beliebtheit der Lenormandkarten heran. Ich finde es schade, dass dieses schöne Deck eher ein Schattendasein führt. In den Zeiten, da ich mit dem Kartenlegen begann, waren die Zigeunerkarten eines der wenigen Decks, welches man zum Kauf bekam.

Anhand meiner Erfahrung damit, mögen manche Klienten die Ausstrahlung der Karten nicht. Sie finden diese etwas düster und bedrohlich.

Was ich im Grunde nicht nachvollziehen kann, da sie eine sehr starke Symbolkraft besitzen und für den, der sich ohne Anleitung auf sie einlässt, eine starke Aussagekraft entwickeln können.

Ich denke, sie sind nicht ganz so beliebt, weil den Karten früher kein Erklärungsbüchlein beilag, so wie den Lenormanddecks. Sie mussten selbst erforscht werden und manchen genügte die aufgedruckte Bedeutung nicht.

Auf jeder Karte gibt es ein Schlüsselwort, welches in sechs verschiedenen Sprachen aufgedruckt ist.

Genau dies ist es, wie ich finde, was dich dazu auffordert, dich wirklich auf die Karten einzulassen, deine eigenen Bedeutungen und Aussagen zu finden.

In der heutigen Zeit mag man alles schnell und am besten sofort haben Wissen und empfindet ein solches Deck, welches die eigene Intuition fordert und nach und nach erforscht werden möchte, als zu umständlich, zu lange und zu anstrengend.

Dies ist übrigens mit ein Grund, wieso ich von den heute so zahlreichen Kartendecks nicht wirklich begeistert bin. Es sind ganze Erklärungstexte auf die Karten gedruckt, man liest sie ab und gut ist. Die eigene Intuition liegt brach, wird immer bequemer und verschwindet nach und nach fast ganz.

Dazu in einem späteren Beitrag mehr.

Nun zu den Karten selbst:

Auch hier gibt es zwischenzeitlich die unterschiedlichsten Versionen, die sich aber fast immer an dem ersten gedruckten Deck anlehnen. Also im Grunde nichts wirklich Neues.

Am gängigsten und erschwinglichsten ist das **Deck von Piatnik

Dies sind keine Friede-Freude-Eierkuchenkarten, sondern sie haben ein ausgewogenes Verhältnis zwischen „positiven“ und eher „negativen“ Darstellungen. Sie zeigen das Leben, wie es ist, nicht wie man es sich wünscht. Wobei die „positiven“ Karten überwiegen und nicht so, wie gerne behauptet wird, das ganze Deck dunkel und bedrohlich wirke. Es sind einige Personen- aber auch Stimmungskarten vorhanden, die, wenn sie richtig gedeutet werden, eine Vielfalt an Charakteraussagen zu lassen.

Auch gibt es genügend Ereigniskarten, die wiederum kombiniert mit anderen Karten, eine breite Auswahl an Aussagen erlauben.

Auch kann in diesem Deck, die Farbsymbolik genutzt werden, welche die Aussagekraft der Karten nochmals verstärkt.

Das Deck besteht aus 36 Karten, wobei auf jeder Karte ein Schlüsselwort in sechs verschiedenen Sprachen zu finden ist.

Ansonsten gibt es keine Deutungsunterstützung auf den einzelnen Karten. Wobei ich finde, diese Karten sprechen eine sehr deutliche Sprache.

Gerade dies ist, denke ich einer der Gründe, wieso kaum noch einer diese Karten in seinem Repertoire an Kartendecks hat oder weshalb sie ungern benutzt werden.

In den letzten Jahren habe ich die Erfahrung gemacht, dass Kartendecks bevorzugt werden, die so oder so eine positive Aussage zulassen, die vor spirituellen Aussagen nur so strotzen, und die sehr oft Anleitungen enthalten, wie man sich wo ändern und oder anpassen kann, damit das Leben heller wird und unangenehmes überdeckt wird.

Im Grunde aber, gehen solche Decks meilenweit am wahren Leben vorbei und unterstützen den heutigen Trend, alles positiv und lichterfüllt, sehen zu wollen.

Auch unterstützen die heutigen Decks gewisse spirituelle Strömungen, die nicht unbedingt schlecht sein müssen, jedoch mit einer wirklichen Beratung, nicht viel zu tun haben.

Nun ist unser Leben nicht immer positiv, sondern bietet und tagtäglich individuelle und unterschiedliche Herausforderungen, welche in solch „einfachen“ Karten gut zu erkennen sind.

Auch solch alte Decks bieten viele Lösungsansätze, man muss diese im Gesamtbild nur erkennen und verständlich vermitteln können. Und genau hier setzt die Intuition ein, ohne welche man mit dem Zigeunerkartendeck konfrontiert wird.

Die Karten fordern den, der sie benutzt heraus, sie wirklich kennenzulernen, eine Arbeit, die sich lohnt und dir eine Fülle von Interpretationsmöglichkeiten bieten wird, welche dir die neuen Decks, mit ihrem vorgegebenen Analysen, nicht vermitteln können.

Die Zeichnungen auf dem Deck sind schon fast etwas naiv gehalten, wobei ich denke, dass gerade die Einfachheit der Darstellungen, deiner Intuition einiges an Input liefern kann.

Jedoch sind die bildlichen Darstellungen auch sehr aussagekräftig und lassen keinen Zweifel offen, was die Themen der Karten sind. Und ich kann dir versichern, jede einzelne Karte hat mehr als das offensichtliche Thema, und hier komme ich wieder zur Intuition.

Diese Karten schulen deine Intuition und wenn Du ihnen zuhörst, sprechen sie auch mit dir. Es sind keine der heutigen Orakeldecks, welche dir die Deutung für dein Gegenüber gleich mitliefern. So einfach diese Karten im Vergleich mit einem Orakeldeck der heutigen Zeit aussehen mögen, sind doch solche Karten es, die dir zeigen, ob Du das Kartenlegen verstehst, oder ob Du nur gedrucktes Wissen anwenden kannst.

Und genau das ist es, was das Kartenlegen wirklich ausmacht, dass der/die welche/r die Karten deutet sich, auf deren Sprache einlässt und fähig ist, diese zu hören/sehen/fühlen.

Wenn Du solche Karten suchst, dann ist dies eines der Kartendecks, die dich dabei unterstützen werden, wirklich helfend mit ihnen zu arbeiten.

© Erika Flickinger

Folgende Versionen der Zigeunerkarten sind empfehlenswert

Die günstigste Version sind die **Zigeuner Wahrsage-Karten von Piatnik

 

 

 

 

 

 

 

Eine etwas ältere, aber sehr schöne Version sind die **Gypsy Oracle Cards/Oraculo de La Gitana, dieses Deck besteht aus 52 Karten.

 

 

 

 

 

 

Ein weiteres Deck, welches ich sehr gerne nutze, das zwischenzeitlich aber etwas teurer wurde, da es schon fast zu den Sammlerstücken gehört, ist das,  **Piatnik Vienna Biedermeier Aufschlag-Deck.

 

 

 

 

 

 

 

 

**Affiliatelink

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